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© 1998 - 2012 Frodolf Dragon
 Artikel über Ultima IX 

Quelle: GameStar Homepage
Dieser Artikel erschien (etwas länger ;) ) im GameStar Ausgabe 6/99


Triumph des Rollenspiel-Genres

Ultima 9
Ascension




Nach fünf Jahren Pause erscheint bald Teil 9 der traditionsreichsten PC-Spieleserie überhaupt. Zum ersten Mal verbindet ein Ultima detailvernarrte Rollenspiel-Komplexität mit bahnbrechender 3D-Technologie. Bei unserem Origin-Besuch konnten wir die monstergespickten Regionen der neuen, alten Fantasy-Welt erkunden.

Der Avatar trainiert MagieEin Transatlantik- und ein Inlands-Mondtor führten die GameStar-Scouts Lenhardt und Langer in die grünen Hügel vor Austin, Texas, wo Lord British mit seinem Troß Quartier bezogen hat. Bürgerlich heißt der Regent Richard Garriott und sein Hofstaat Origin; seit fast 20 Jahren sorgen sie für spannende Abenteuer in der Parallelwelt Britannia. Das neueste wird Ultima 9 Ascension heißen. Einen vollen Tag lang führten uns Garriott, Lead Designer Seth Mendelsohn und Senior Producer Eric Lux das 3D-Rollenspiel vor.

Komplex & prächtig

Ein Angriffszauber gegen einen DämonMit Ascension naht das Ende der dritten Triologie eines Epos, das 1980 mit Ultima begann. Während man dessen simple Held-tötet-Fiesling-Story an zwei Tagen durch hatte, steigerte sich die Komplexität in den Fortsetzungen deutlich - auf Kosten der Zugänglichkeit. Ultima 8 sollte Einsteiger mit ins Boot holen, enttäuschte aber Veteranen mit allerlei Tiefgang-Kompromissen. Teil 9 kehrt zurück ins komplexe Britannia und hat gleichzeitig eine ausgesprochen prächtige 3D-Grafik. Die Welt ist aus einem Guß, und nicht in einzelne Levels unterteilt. Garriott läßt die Verkettung von Städten, Tugenden, Schreinen und Dungeons wieder aufleben. Und zu guter Letzt orientiert sich das Spiel in Sachen einfacher Einstieg an den in dieser Beziehung führenden japanischen Konsolenspielen wie Zelda 64.

Zelda 128

Sie können auch Schiffe steuernDer Avatar genannte Held der Serie stammt von der Erde und teleportierte sich bislang immer per Mondtor nach Britannia. In Ultima 9 erleben Sie dieses Preludium erstmals selbst. Nach einem Alptraum wachen Sie in der 3D-Umgebung Ihres Schlafzimmers auf: Das kann nur Trouble in Britannia bedeuten! Also stiefeln Sie ins Bad, werfen sich einige Klamotten über und laufen Richtung Stadtpark.
Die erste Stunde des Spiels benutzt Garriott, um Ihnen unaufdringlich die wichtigsten Elemente beizubringen. Mit nur zwei Tasten und der Maus erreichen Sie fast alle Funktionen und Bewegungsmuster, egal ob Sie rennen, ein bestimmtes Kampfmanöver ausführen, klettern oder schwimmen. Um zu springen, deuten Sie auf die gewünschte Zielposition. Wenn der Cursor grün bleibt, hüpfen Sie exakt dorthin - ansonsten funktioniert der Sprung nicht. Mit diesem System will Ultima 9 typische »Wie komme ich dort rauf«-Elemente und taktisch angehauchte Kämpfe eines Zelda 64 bieten, ohne vom Spieler Geschicklichkeit zu fordern.

Tugend-Psychotest

Zwei Echsenwesen bedrohen den AvatarIm Stadtpark gelangen Sie (gleich hinter dem Schild »Campen verboten«) zum Zigeunerwagen einer alten Bekannten. Die Bewohnerin beschreibt Ihnen eine Reihe von Situationen, in denen Sie sich für eine von zwei Handlungsweisen und damit Tugenden entscheiden müssen. Ein armer Schlucker stiehlt etwa einem reichen Pfeffersack etwas Gold - beweisen Sie »Mitleid« und verraten den Dieb nicht, oder dienen Sie der »Gerechtigkeit« und zeigen ihn an? Auf diese Weise bestimmen Sie, ob Sie als kräftiger Kämpfer, agiler Abenteurer oder mächtiger Magier beginnen. Danach öffnet die Zigeunerin das Mondtor zur Parallelwelt.

Der Avatar trägt eine schwere KnochenrüstungFlammender Gruß

Wer denkt, in Britannia als mächtiger Titan des Äthers (mit diesem Karrieresprung endete Ultima 8) mal eben kurz aufräumen zu können, hat sich getäuscht: Der Avatar kommt (an), sieht (sich um) und siegt - nicht. Denn ohne Schwert kämpft es sich schlecht gegen einen Drachenreiter, dessen Haustier seine Magenkolik durch kräftiges Flammenspucken zu lindern sucht. Der Angriff versengt unserem Helden das blonde Haar und nimmt ihm die Reste seiner Titanen-Kraft - ein kleiner Kniff der Designer, damit Sie nicht als Supermann beginnen. Als unser Held den tränenden Blick über die Landschaft schweifen läßt, erkennt er das Wirken seines Erzfeindes: Alles ist wüst und leer, dunkle Rauchschwaden erfreuen das Herz jedes Apokalypse-Fans, und das Antlitz des Guardians ist riesengroß in einen Berg gemeißelt. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich die Fratze als Tempeleingang. Hier könnte, so ahnt der Avatar, dereinst der Showdown stattfinden. Doch zunächst bricht er in friedlichere Gefilde auf, ein Mini-Dungeon bringt ihn zum Schloß von Lord British.

Säulen zerreißen das Land

Es ist nicht leicht, ein in vielen Konflikten gestähltes, von Lord British souverän regiertes Fantasy-Land zu zerstören. Doch der Guardian hat einen teuflischen Plan ausgeheckt. Der schon in Ultima 5 als Marionette brillierende Lord Blackthorne ermöglicht ihm, nach Britannia zu kommen. Dort klaut er aus den acht Schreinen, Das Inventar bietet 20 Objekten Platzdie über das Land wachen und seine Bewohner inspirieren, die zugehörigen Runensteine, verwandelt sie in Zeichen des Bösen und versteckt sie in acht Dungeons. Das bricht die Macht der Schreine und die Tugendhaftigkeit der Britannier. Die tapferen Krieger von Valoria verteidigen fortan ihre Festung derart mutig, daß sie keinen einzigen Schritt mehr nach draußen wagen. Und die barmherzigen Einwohner Britains haben soviel Mitleid mit den Armen und Siechen, daß sie sie kurzerhand als Aussätzige in die Sümpfe verbannen. Als nächstes erschafft der Guardian acht riesige Säulen, die sich neben jedem Schrein tief ins Erdinnere bohren. Diese Säulen zerren langsam den Hauptkontinent auseinander; zu Spielbeginn ist er bereits in drei Teile gespalten. Gleichzeitig manipulieren sie die Umlaufbahn der beiden britannischen Monde. Nur noch wenige Monate, dann werden die beiden Trabanten kollidieren und den Planeten in den Untergang reißen. Es gibt viel zu tun... (LA)

Ultima 9 Ascension
Genre: 3D-Rollenspiel Hersteller: Origin
Termin: 3. Quartal '99 Ersteindruck: Ausgezeichnet
Jörg Langer : »Früher war ich ein Fan der Serie, Pagan gefiel mir noch, Ultima Online langweilte mich schnell. Ascension aber dürfte inhaltlich und grafisch alles schlagen, was es im PC-Rollenspielbereich bislang gab.«
 

 

 

 




Den kompletten Artikel gabs im GameStar Ausgabe 6/99